Glyphosat – Bundesregierung unter Druck!

„Die Macht der Konzerne: dank Bayer / Monsanto 80% weniger Insekten und 60% weniger Vogel Brutpaare. Und dazu Landwirte die Hungersnöte an die Wand malen wenn sie nicht jedes „Fremdkraut“ mit Unmengen Glyphosat vernichten dürfen – was angesichts riesiger hochsubventionierter Lebensmittelexporte und 20 Millionen Tonnen vernichteter Lebensmittel in der BRD wie ein schlechter

Sven Giegold MdEP

Witz daherkommt.“  Kommentiert Felix Gorris, grünes Kreistagsmitglied  den aktuellen Stand zur Nutzung von Glyphosat.

Doch Sven Giegold, Mitglied des Europaparlaments u.a. für den Kreis Mettmann, zeigt einen Hoffnungsschimmer auf, der nun allerdings die aktuelle Bundesregierung neu unter Druck setzt.

Glyphosat: Frankreich will gegen Zulassung stimmen – jetzt muss sich
auch die Bundesregierung besinnen

Frankreich will gegen die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel stimmen. Das berichten französischen Medien unter Berufung auf das zuständige französische Ministerium. Voraussichtlich am 04. Oktober wird im Ständigen Ausschuss erneut über die Verlängerung abgestimmt. Da eine qualifizierte Mehrheit gebraucht wird, können Frankreich und Deutschland mit wenigen Partnern Glyphosat stoppen. Bei der letzten
Abstimmung im Juni hatten sich sowohl Deutschland als auch Frankreich enthalten. Dazu sagt der Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, Sven Giegold:
„Die französische Regierung übernimmt Verantwortung für die Gesundheit ihrer Bürger und den Umweltschutz. Jetzt muss sich auch die Bundesregierung besinnen und sich zu einem Veto gegen die Glyphosat-Zulassung durchringen. Wenn die Bundesregierung das Vorsorgeprinzip ernst nimmt, muss sie gegen die Verlängerung des Ackergifts stimmen. Vorsorge bedeutet, alle Zweifel auszuräumen, bevor ein solches Mittel eingesetzt werden darf. Die dramatischen Bestandsrückgänge bei Wiesenvögeln, Schmetterlingen und anderen Insekten sind ein Weckruf zum Handeln. Die Bundesregierung hat jetzt den Schlüssel zu weniger Gift auf dem Acker in der Hand.
In Deutschland und Europa hat sich eine große Bürgerbewegung gegen Glyphosat formiert. Eine Europäische Bürgerinitiative hat über eine Millionen Unterschriften gegen Glyphosat gesammelt, so dass sich nun die EU-Kommission mit dem Anliegen beschäftigen muss. Die Bundesregierung darf nicht über die Sorgen der Bürger gegenüber dem Herbizid hinwegsehen. Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie sich bei der Abstimmung im Herbst der französischen Regierung sowie der
Bürgerbewegung und vielen Verbraucherschutzverbänden anschließt.“
Zur Entscheidung der französischen Regierung:
Zur Europäischen Bürgerinitiative:

 

 

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