Barrierefreiheit am Bahnhof Hösel: Stadt soll Förderantrag beim VRR stellen

 

Michael Remmert

Mit Fertigstellung des Baus der Straßenbrücke über die S-Bahngleise am Bahnhof Hösel ist gleichzeitig der insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen bestehende barrierefreie Übergang über die damalige planfreie Straßenquerungentfallen. Seit diesem Zeitpunkt gibt es erhebliche Proteste und die berechtigte Forderung nach der Schaffung einer Ersatzlösung.

 

Michael Remmert, sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss Hösel: „Mit dem Wegfall der ursprünglichen Querungsmöglichkeit erfüllt der Bahnhof Hösel nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen, die für mobilitätseingeschränkte Personen einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen vorschreiben. Der gesetzliche Auftrag zur Herstellung der Barrierefreiheit an den Haltepunkten der Bahn richtet sich an die Eisenbahnverkehrsunternehmen, die hierfür entsprechende Programme aufzustellen haben.In dem aktuellen Programm der DB AG sind zwar an der Linie der S 6 u. a. die Bahnhöfe Düsseldorf-Rath, Essen-Hügel, Essen-Stadtwald und Kettwig enthalten, aber nicht der Bahnhof Hösel.“

 

Susanne Stocks, Fraktionsvorsitzende: „Der Bahnhof Hösel wird erst im Rahmen des nächsten Programms (MOF2) in Angriff genommen, hier fehlen allerdings die Finanzmittel für die notwendigen Aufzüge. Die Bahn AG hat sich zwischenzeitlich bereit erklärt den Bau eines Aufzuges am Bahnhof in Hösel zu finanzieren und gleichzeitig an die Stadt Ratingen die Forderung gerichtet, den Bau des notwendigen zweiten Aufzuges zu finanzieren. Auch für diesen Zweck stellt das Land dem VRR Finanzmittel aus zur Verfügung. Diese Mittel von 90 % der Kosten sollten wir in Anspruch nehmen.“

 

Die Grüne Fraktion beantragt im Rat folgenden Beschluss zu fassen:

 

  • Zur Herstellung der Barrierefreiheit am Bahnhof Hösel wird die Verwaltung beauftragt, einen Förderantrag im Rahmen des ÖPNVG NRW für den Bau des notwendigen zweiten Aufzuges beim VRR kurzfristig zu stellen. Die Beantragung soll einen Fördersatz von 90 % der Gesamtkosten des zweiten Aufzuges betragen.
  • Die Verwaltung wird beauftragt den notwendigen Eigenanteil der Gesamtkosten in Höhe von 10 % aus dem Haushalt der Stadt Ratingen sicherzustellen.
  • Die Verwaltung legt den Gremien des Rates mögliche Varianten des Aufzugbaus zur Beschlussfassung vor (Brücken-, Tunnellösung).
  • Die Verwaltung wird beauftragt in Zusammenarbeit mit VRR, Bahn und Land, die diversen Ausbaumaßnahmen (MOF2, Umgestaltung Busbahnhof Hösel, Bau der Aufzüge) zu koordinieren. Ziel muss es sein, mit den Maßnahmen möglichst zeitnah zu beginnen und eine nahtlose Umsetzung der Gesamtmaßnahmen zu erreichen.

 

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