Bürgerenergie-Ratingen soll offen für alle Bürger sein!

Aufnahmepraxis der Bürgerenergie-Ratingen eG (BeR)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
der Rat hat am 19. Juli 2011 einen einstimmigen Beschluss zur Gründung der Bürgerenergiegenossenschaft gefasst. Die Stadt ist an ihr unmittelbar beteiligt und stellt ein Mitglied im Aufsichtsrat. Die Bürger der Stadt Ratingen sollen über die BeR die Möglichkeit haben, sich an der umweltfreundlichen
Stromerzeugung zu beteiligen.

Aus der Bürgerschaft wird allerdings die Aufnahmepraxis der BeR kritisiert: Es würden Aufnahmeanträge ohne Begründung und aus Sicht der Betroffenen grundlos zurückgewiesen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der BeR, Friedrich Schnadt, erklärt dazu, dass der Vorstand allein über die Aufnahme von Genossen in die Genossenschaft entscheide, dass grundsätzlich keine Gründe für eine Ablehnung genannt würden und kein Rechtsanspruch bestehe, in die Genossenschaft aufgenommen
zu werden.

Wir halten dies für ein nicht angemessenes Verhalten. Es verträgt sich auch nicht mit den Zielen des Rates bei der Gründung der Genossenschaft: Die gesamte Bevölkerung sollte sich an der umweltfreundlichen Stromerzeugung in ihrer Stadt beteiligen können. Durch den Erwerb von Anteilen aktiv für den Umweltschutz werden, so wirbt die BeR selbst auf ihrer Website!

Wir bitten Sie, über die Aufsichtsräte von BeR oder Stadtwerken zu bewirken, dass alle interessierten RatingerInnen in die Genossenschaft aufgenommen werden. Wenn im Einzelfall eine Ablehnung angebracht sein sollte, muss der Vorstand dies in der schriftlichen Abweisung schlüssig begründen,
ein Widerspruch muss möglich sein!

Mit freundlichen Grüßen
Für die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

 

Hermann Pöhling

Stellv. Fraktionsvorsitzender

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