Die GRÜNEN möchten Car-Sharing in Ratingen realisieren

In der kommenden Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und demografische Entwicklung plädieren die Ratingen GRÜNEN auf Initiative von Siegfried Aring nochmals für die Einführung von Car-Sharing in Ratingen

In vielen großen Städten mit hoher Dichte und gutem ÖPNV lohnt es sich kaum, – auch wegen des Platzmangels – ein eigenes Auto zu besitzen. Doch manchmal könnte man gut einen PKW mit Kofferraum für seine Einkäufe benötigen oder um ei-nen kleinen Trip zu Freunden oder in der Freizeit zu unternehmen, samt Grill und Badeutensilien, oder bei schlechtem Wetter die Eltern mitnehmen. Taxis und Auto-vermietungen sind den meisten Menschen zu teuer.
Es ist eine gute Idee, sich ein Auto mit anderen zu teilen, wenn man nicht ganz auf einen Personenkraftwagen verzichten kann oder will. Die meisten Autos stehen mehr herum als sie fahren und verursachen Kosten ohne direkten Nutzen. Sie geben ihren Besitzern aber das Gefühl der Freiheit, jederzeit losfahren zu können. Es spricht einiges dafür, dass Menschen ein Fahrzeug immer dann und nur so lange zur Verfügung steht, wie sie es tatsächlich brauchen, also nur bei Bedarf: Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern macht sich im Geldbeutel angenehm bemerkbar.
Das Netz an Öffentlichen Verkehrsmitteln ist auch in Ratingen recht gut ausgebaut, ergänzend wird das Radwegnetz durch die Aktion „fahrradfreundliche Stadt“ verbessert. Zur Mobilität in der Stadt gehören heute auch Leihsysteme, die in geeigneter Weise die Fortbewegung und Zielerreichung erleichtern, neben Radfahren und dem Zufußgehen natürlich.
In Ballungsräumen mit vielen Menschen und Fahrzeugen erfreut sich das Car-Sharing zunehmender Beliebtheit. Ratingen gehört ohne Zweifel zum Ballungsraum Düsseldorf, wo Car-Sharing längst verfügbar ist.
Aber auch in Mittelstädten sind Leihsysteme sinnvolle Ergänzungen bei Fortbewegungsmitteln. Damit wird zum einen das eigene Budget geschont und zum anderen Raum gespart für andere im Wohnumfeld wichtige Funktionen.
Beweglich sein – und Raum und Kosten sparen, das ist die Leitidee beim Carsharing.
Auf dem noch „jungen“ Markt mit den Mini-Flitzern oder Fahrzeugen unterschiedli-cher Größe werden derzeit verschiedene Systeme angeboten. Während bei einigen Anbietern die Autos an festen Leihstationen gebucht und zurückgebracht werden müssen, findet man die PKWs anderer Carsharing- Anbieter überall in der Stadt verstreut, auch für Einwegfahrten.
Dieses System würde in das Mobilitätskonzept Ratingens passen und sinnvoll ergän-zen, man muss es nur installieren/konzessionieren (Muster: Düsseldorf, Hilden, Köln, usw.) und vernetzen.
Wir wollen, dass auch Ratinger BürgerInnen auf Wunsch mobil ohne eigenes Auto sein können. Was in Düsseldorf, Neuss und Hilden geht, muss auch in Ratingen möglich werden. Auch das ist ein Beitrag zur besseren Klima- und Energiepolitik.

Wir beantragen:
Die Verwaltung möge ein Konzept zur Etablierung von Carsharing-Angeboten entwickeln und den Ratsgremien vorstellen.

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