FDP will Wasserschutzzone abschaffen

Susanne Stocks

Susanne Stocks

„Purer Populismus“, sagt Susanne Stocks, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat.

„Die Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sowie als nutzbares Gut zu schützen…“ zitiert Susanne Stocks das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes und weiter „Gewässer sind im Interesse der derzeit bestehenden oder künftigen öffentlichen Wasserversorgung von nachteiligen Einwirkungen zu schützen, sagt das Bundesgesetz ausdrücklich verpflichtend.“

Diesem Grundsatz fühlt sich die Ratinger FDP offensichtlich nicht verpflichtet. Anders kann die populistische Forderung des Ex-Ratsherrn Werner Uferkamp nicht interpretiert werden, die Wasserschutzzone im Stadtteil Lintorf abzuschaffen. Es geht darum, unser Wasser als Lebenssgrundlage zu schützen, auch vor Nutzungen wie z.B. durch Fracking. Selbst nach Plänen der schwarz/gelben Bundesregierung soll Fracking in Wasserschutzzonen tabu sein. Folgt man dem Vorschlag der FDP, könnte das Fracking auf Lintorfer Gebiet prinzipiell möglich werden. Die Herren Stuers und Uferkamp handeln offensichtlich nach dem Motto „nach uns die Sintflut“. Für die Grünen ist der Schutz des Wassers nicht nur für die heutige, sondern auch für zukünftige Generationen erste Pflicht. Die Entscheidung über Wasserschutzgebiete liegt in den Händen von Fachleuten. Es wäre fatal, wenn der Schutz des Grundwassers politischer Willkür ausgesetzt wäre.

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