Gesundheitsgefährdung durch Asbest

Zur Zeit werden in den Gebäuden Düsseldorfer Straße 138 und 140 Sanierungsarbeiten durchgeführt. Aufmerksame Bewohnerinnen und Bewohner der Gebäude hatten festgestellt, dass tagelang ohne jede Schutzvorrichtung und unter erheblicher Staubentwicklung Bauschutt durch die Gänge der Gebäude transportiert wurde. Da die Gebäude aus den 70er Jahren stammen vermuteten die Bewohnerinnen und Bewohner Schadstoffe und schalteten am 31.8.09 die Behörden ein.

Das Amt für Arbeitsschutz hat dann die Baustelle wegen Asbestverdacht stillgelegt und einen Gutachter eingeschaltet. Dieser hat Asbest festgestellt. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden in einem Hotel untergebracht. Es wird jetzt eine Sonderreinigungsmaßnahme durchgeführt. Danach erfolgt eine Abschlussmessung. Erst wenn diese keine Asbestfasern mehr nachweist, können die Bewohnerinnen und Bewohner wieder in Ihre Wohnungen zurück. Die weiteren Arbeiten werden dann vorschriftsmäßig und unter Behördenaufsicht durchgeführt.

Felix Gorris, Ratsmitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hierzu: “Dieser Vorgang zeigt wieder einmal wie wichtig es ist, dass die Bürgerinnen und Bürger aufmerksam sind und bei Problemen unverzüglich die Behörden einschalten. Schlimm ist es allerdings, dass schon tagelang mit asbesthaltigen Stoffen die Gesundheit der Bewohner gefährdet worden ist. Die Verantwortung hierfür trägt der Eigentümer. Das alles wäre mit Sicherheit vermeidbar gewesen, wenn der Eigentümer vor Baubeginn einmal in die Pläne geschaut hätte. Allerdings ist eine Asbestsanierung auch erheblich teurer.“

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