GRÜNE empört über einseitige Rheinbahn-Wahlkampfunterstützung

„Der Kreis der zu dem Pressetermin eingeladenen Personen ist mir nicht bekannt aber als Bürgermeister-Kandidat der GRÜNEN habe ich keine Einladung von dem Rheinbahn-Geschäftsführer oder von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erhalten“, so kritisiert Martin Tönnes den Pressetermin zu dem Next-Ticket-Angebot des VRR bezugnehmend auf den heutigen Artikel in der Rheinischen Post Ratingen. „Als öffentliches Unternehmen wird die Rheinbahn für parteipolitische Zwecke mißbraucht, denn anders ist es nicht zu erklären, dass nur der SPD-Bürgermeisterkandidat aus Ratingen informiert und beteiligt war.“  

Für den GRÜNEN Bürgermeisterkandidaten Martin Tönnes ist darüber hinaus sehr erstaunlich, dass die sozialpolitische Schieflage dieses Rheinbahn-Angebotes durch die sozialdemokratischen Kandidaten nicht erkannt oder schlichtweg ignoriert werden. Denn dieses Ticket-Angebot des VRR setzt den Besitz und die persönliche Verfügbarkeit eines Smartphone sowie zusätzlich einen kostenpflichtigen Mobilfunkvertrag voraus. Die Rheinbahn verlagert ihre Vertriebskosten auf die Kundinnen und Kunden und es werden die Menschen von dem verbilligten Fahrpreis ausgeschlossen, die sich kein Smartphone und keinen Mobilfunkvertrag leisten können oder leisten wollen. Diese Bürgerinnen und Bürger müssen zwangsweise tiefer in die Tasche greifen und weiter den vollen Ticketpreis bezahlen.  

Wir GRÜNE in Ratingen fordern vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ein einfaches und bezahlbares Ticketangebot für alle Bürgerinnen und Bürger nach dem Vorbild in Wien. Dort kosten das Aboticket für die Nutzung von Bussen und Bahnen innerhalb der Stadt Wien einen Euro pro Tag oder eben 365 Euro im Jahr.
„An solchen erfolgreichen Modellen sollte sich die Rheinbahn und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr orientieren, um mehr Menschen für die umweltfreundliche Nutzung von Bussen und Bahnen zu gewinnen“, stellt  Martin Tönnes seine Ziele als Bürgermeisterkandidat für die GRÜNEN in Ratingen klar.

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