Grüne: Naturnahe Vorgärten fördern

„Vegetationsreiche Vorgärten liefern saubere, frische Luft und tragen so zu einem besseren Stadtklima bei“, sagt Edeltraud Bell, sachkundige Bürgerin für die Grünen im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung. Angesichts des Klimawandels mit hochsommerlichen Extremtemperaturen ist dies bekanntlich von wachsender Bedeutung. Vorgärten, die ausschließlich aus Steinen und versiegelten Flächen bestehen, verstärken bei hohen Temperaturen die extreme Hitzebildung in der Stadt. Starkregenereignisse führen bei geringen Versickerungsmöglichkeiten zu Überschwemmungen. Edeltraud Bell: „Im kommenden Ausschuss beantragen wir, dass die Verwaltung in einer Vorlage darstellt, wie die naturnahe Gestaltung von Vorgärten durch Aufklärung und Anreizsysteme gefördert werden kann.“

„Außerdem finden viele Insekten und Vögel ein Refugium in naturnah gestalteten Vorgärten“, ergänzt Mareike Wingerath, Grüne Ortsverbandsvorsitzende. Bunt bepflanzte blühende Vorgärten leisten so einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Sie bilden ökologische Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen von Trittstein zu Trittstein wandern, so der NABU. Die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen e.v. appelliert: „Keine Steine in den Vorgärten – lasst dort Blumen und Sträucher blühen“ und weist darauf hin, dass eine Kunststofffolie unter Schotter bei Herstellung und Entsorgung Umwelt und Klima belastet. Diese Teilversiegelung hat eine erhöhte Niederschlagswasserabgabe zur Folge. „Ein naturnaher Vorgarten führt also auch zu einer Abgabenreduzierung für die Eigner“, sagt Edeltraud Bell abschließend.

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