Grüne: Ratsmehrheit ebnet den Weg zur weiteren Vernichtung von preiswertem Wohnraum in Ratingen

In der Vergangenheit ist der fehlende preiswerte Wohnraum in Ratingen oft diskutiert und bemängelt worden. Vor allem der Verkauf der LEG-Wohnungen an private Investoren hat dazu geführt, dass die Mieten enorm angestiegen sind. Die Stadt Ratingen musste hier tatenlos zusehen, da sie keinerlei Einfluss hatte beim Verkauf von Landeseigentum.

Nun hat eine Ratsmehrheit in nichtöffentlicher Sitzung den Grundsatzbeschluss zum Verkauf von städt. Immobilien beschlossen. Es ist auch abgelehnt worden, beim Verkauf darauf zu achten, dass der preiswerte Wohnraum erhalten bleibt.

Nur mit dem Motiv durch Verkauf des Tafelsilbers kurzfristige Haushaltslöcher stopfen zu können gibt die Ratsmehrheit ohne Verstand langfristig wirksame stadtplanerische Mittel aus der Hand.

„Wir befürchten, dass mit diesem Beschluss ein weiterer Ausverkauf von preiswertem Wohnraum stattfindet. Wir sehen nicht, wo die betroffenen Menschen in Ratingen denn dann wohnen sollen. Der Wohnungsmarkt ist enorm angespannt. Schon jetzt ist abzusehen, dass entsprechende Ersatzwohnungen nicht zur Verfügung stehen. Anscheinend nimmt man sich ein schlechtes Beispiel an Düsseldorf, wo für Bevölkerung mit niedrigem Einkommen einfach kein Platz mehr sein soll“, kritisiert die Fraktionsvorsitzende Susanne Stocks.

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