Hilfe für von sozialen Ausschluss bedrohte Jugendliche

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

zu den Haushaltsberatungen 2011 stellen wir nachfolgenden Antrag:

 

„Übergangs-Zuschuss von € 25.000 zur Versorgung der von dauerhaftem sozialem Ausschluss bedrohten jungen Erwachsenen in Ratingen für die Diakonie bis zur Umsetzung eines integrierten Konzeptes.“

Begründung:

Die Stadt Ratingen hat dankenswerter Weise am 19. November 2010 die erste lokale Jugendkonferenz einberufen. Der Einladung zu der sehr gut vorbereiten Veranstaltung in der Manege Lintorf  ist eine große Anzahl der mit der Zielgruppe befassten Akteure gefolgt. Das Jugendamt, die Mitarbeiter der sozialen Verbände, die Arge, die Wohnungslosenhilfe und der Sozialpsychiatrische Dienst  etc. waren sich über den speziellen Unterstützungsbedarf dieser Zielgruppe einig.

Die Diakonie in Ratingen hat den speziellen Förderungsbedarf dieser Zielgruppe bereits vor Jahren erkannt und ein passendes Konzept für die gescheiterte und vom gesellschaftlichen Ausschluss bedrohte Zielgruppe entwickelt. Problematischer Weise ist diese Zielgruppe keiner klaren Zuständigkeitsstruktur zuzuordnen: Die betroffenen jungen Volljährigen können in viele Rechtskreise bzw. Kostenträgern zugeordnet werden, weil sie mehrfach betroffen sind. Sie sind in der Regel arbeitslos, wohnungslos, sie haben jugendhilfenahe Bedarfe, sie sind von psychischen Erkrankungen bedroht, etc.

Es ist nachvollziehbar, dass die Kommune die Kosten nicht alleine tragen kann.

Deshalb arbeiten Diakonie, SKF, Jugendamt  und der sozialpsychiatrische Dienst an einer umfassenden Finanzierung und einem in sich geschlossenen Hilfesystem für die Zielgruppe. Die Umgestaltung der Gesamt-Hilfe-Struktur erfordert Zeit, in der die jungen Menschen jedoch weiter versorgt werden müssen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

 

Susanne Stocks                                            Elisabeth Yeboah

Fraktionsvorsitzende                                     Ratsmitglied

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