Neuplanung Homberger Kreuzung auch für Fuß- und Radverkehr

Antrag StUmA am 06.12.2011 zum TOP 9:

Kreuzungsausbau Homberger Str./Fester Str./Balcke-Dürr-Allee

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrter Herr Pöhling,

die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen bittet, folgenden Beschluss zu fassen:

1.      Die vorgelegten Planungen zum Kreuzungsausbau werden abgelehnt.

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, eine Verkehrszählung zu den Verkehrsströmen mit Ziel Edeka-Markt durchzuführen. Im Anschluss daran sind die durch einen Umzug des Edeka-Marktes zu erwartenden Verkehrsverlagerungen darzustellen.

3.      Es ist seitens der Verwaltung angesichts der neuen Verkehrsströme im Rahmen eines Gesamtkreuzungskonzeptes alternativ ein Angebotsstreifen für den Radverkehr stadtauswärts auf der Homberger Straße unter den Bedingungen darzustellen:

a)      dass zum einen das Parken zwischen den Bäumen, bei Erhalt der Bäume, abgeschafft wird und

b)      zum anderen, die separate Rechtsabbiegespur stadteinwärts auf der Homberger Straße in die Fester Straße zwecks Raumgewinn wegfällt.

4.      Für die Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad aus dem nördlich der Homberger Straße liegenden Wohnbereich kommend zum neuen Standort des Edeka-Marktes gelangen wollen, ist eine sichere Überquerung auf der Homberger Straße zu schaffen.

5.      Die Maßnahmenplanung zur Radwegeführung sind vom ADFC mit zu begleiten.  

Begründung:

zu 1. Die Planungen haben nicht nur ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis, sondern bringen auch keinerlei Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer.

zu 2. Erst mit der Darstellung der neuen Verkehrsströme im Anschluss der Umsiedlung des Lebensmittelmarktes, lässt sich sinnvoll über Alternativen zu der jetzt vorgelegten Planung auch im Sinne einer Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer beraten.

zu 3. Es ist ein Gesamtkreuzungskonzept zu erstellen, dass die, durch einen Umzug des Edeka-Marktes zu erwartenden veränderten Verkehre mit in die Planung aufnimmt. So ist zu erwarten, dass sich der Autoverkehr auf der Fester Straße bei einer Verlagerung des Lebensmittelmarktes erheblich reduziert und somit auch die separate Rechtsabbiegespur stadteinwärts von der Homberger Straße in die Fester Straße keine Notwendigkeit mehr hat. Mit dem Wegfall dieser separaten Rechtsabbiegespur könnte jedoch Raum für einen Radverkehrsangebotsstreifens stadtauswärts auf der Seite in Richtung Homberg gewonnen werden. Auf dieser Seite soll hierfür die Möglichkeit des Parkens zwischen den Bäumen, bei Erhalt der Bäume, entfallen.

zu 4. Es ist naheliegend, um Verkehrsaufkommen bestenfalls zu vermeiden, dass die Menschen aus den naheliegenden Wohnbereichen gut zu Fuß oder aber auch mit dem Rad  zum neuen Standort des Edeka-Marktes gelangen können. Hierfür bedarf es aber auch einer sicheren Querungsmöglichkeit.

zu 5. Die Stadt Ratingen hat sich gemäß des einstimmigen Beschlusses des Stadtrates vom 30. Juni 2009 auf dem Weg gemacht, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte (AGFS) zu werden. Die hier alternativ angestellten Überlegungen böten die Chance, unter Einbindung des ADFC, einen weiteren Schritt in diese Richtung zu gehen.   

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