Theaterdonner um den Blauen See

PRESSEMITTEILUNG

Diejenigen, die sich mit der jüngeren Geschichte des „Freizeitparks“ Blauer See auskennen, staunen über die hektischen Aktivitäten einiger Kommunalpolitiker, besonders seitens der CDU und der SPD.

Dabei sind es gerade die Ratsmitglieder dieser beiden Parteien, die seit Ende der 80er Jahre den Niedergang besonders der Naturbühne zu verantworten haben.

Damals investierte die Stadt Ratingen noch jedes Jahr einen hohen sechstelligen DM-Betrag sowohl in den Unterhalt der Anlagen, als auch in das am Blauen See  stattfindende Kulturprogramm.

Diese Investitionen wurden gegen den Widerstand der Grünen ersatzlos gestrichen, in der fröhlichen Hoffnung, private Investoren würden um die Ecke kommen und alles besser und preiswerter regeln als das städtische Kulturamt, das damals sehr engagiert die Naturbühne betreute.

Das traurige Ergebnis dieser Politik liegt heute vor aller Augen und wird auch von allen beklagt und vor allem von denen, die es verursacht haben.

Und welche Medizin soll dem kränkelnden Patienten nun verabreicht werden?

Wieder wird der Ruf nach privaten Investoren laut, die angeblich auch kommen würden, wenn nur die hohen Umwelt- und Naturschutzauflagen  im Gebietsentwicklungs- bzw. Regionalplan zurückgefahren würden.

Die CDU kann sich sogar vorstellen, Investoren für neue Hotelbauten anzulocken.

Na prima. Erst lässt man die bestehende kulturelle Einrichtung über Jahrzehnte vermodern, dann macht man den Naturschutz für diese Entwicklung verantwortlich und letztlich platt.

Bleibt nur zu hoffen, dass auf höherer politischer Ebene eine Rummelbude a la CDU am Blauen See verhindert wird und die Stadt Ratingen die bestehenden Einrichtungen insoweit unterstützt, dass sie wie in den 70er Jahren ein attraktiver Anziehungspunkt für die Besucher werden und der Naturschutz an diesem wunderschönen Erholungsgebiet mitten in der Stadt keinen Schaden nimmt.

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