Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen

Die Prognose des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF für 2015 beschreibt eine Zahl von 200.000 neuen Asyl-Antragsteller*innen in Deutschland. Vergleiche 01/2014 -11/2014 bisher ca. 155.000 Personen, in Ratingen sind es 2014 bisher ca. 480 Menschen.
Wir können davon ausgehen, dass die Anforderungen an die Stadt hinsichtlich der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen weiter immens steigen werden.
Vor diesem Hintergrund möchten wir im morgigen Sozialausschuss die Beschlussvorlage 332/2014 wie folgt ergänzen:

1. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob ein Aufruf an Ratinger Bürger*innen zur Verfügung Stellung von Wohnraum für Flüchtlinge analog der Düsseldorfer „Aktion Herberge“ realisierbar ist.

2. Ein mehrstufiges Unterbringungskonzept für Flüchtlinge in Ratingen 2015 ff.

Das Unterbringungskonzept soll mindestens beinhalten:

  • Unterbringung von Flüchtlingen/Asylantragsteller*innen in Sammelunterkünften nur für eine begrenzte Zeit
  • im Falle von Containern/Pavillons soll ein Teil der Belegungsplätze für Familien/Alleinerziehende, besonders mit kleinen Kindern, familiengerecht mit eigenem, abgeschlossenen Bad/WC sowie abgeschlossener Küche ausgestattet sein
  • Familien, bei denen eine kurzfristige Beendigung des Aufenthalts nicht in Ratingen absehbar ist, sollen verteilt über das Stadtgebiet in Wohnungen untergebracht werden.
  • die Barrierefreiheit muss für Betroffene sichergestellt sein

3. Das Betreuungskonzept für Flüchtlinge in Ratingen ist für 2015 ff. anzupassen

Das Betreuungskonzept soll mindestens ergänzt werden mit:

  • mehr Fachpersonal in der Verwaltung/Träger für eine intensive Betreuung
  • Sicherstellung der Schulsozialarbeit für Flüchtlinge
  • Sicherstellung von Sprachförderung beginnend mit Alphabetisierung über niederschwellige Kurse (A1) bis hin zum Niveau B1 gem. Europ. Sprachreferenzrahmens

Elizabeth Yeboah und Andrea Kornak

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