Wirtschaftsförderung: Antrag Kampagne Migantenökonomie

Marius-Vennemann-Grüne-Ratingen

Marius Vennemann

Pressemitteilung

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum morgigen Ausschuss für Wirtschaftsförderung WfA stellt unsere Fraktion einen Antrag zur Förderung der Migrantenökonomie.
„Ziel ist es,“ sagt Marius Vennemann, Grüner sachkundiger Bürger im WfA, „ die Existenzgründung bei Existenzgründerinnen und Existenzgründern und Selbständigen mit Migrationshintergrund zu unterstützen und in Ratingen zu festigen, damit sie erfolgreich im Markt bestehen können.“
Bei Migrantinnen und Migranten bestehen feststellbare Informationsdefizite. Eine Kampagne soll Mut machen und über Beratungs- und die vorhandenen vielfältigen Fördermöglichkeiten informieren. „Migrantenökonomie gewinnt im demografischen Wandel immer mehr an Bedeutung,“ so Christan Otto, Grünes Ratsmitglied „allein über 10.000 Ratinger Bürgerinnen und Bürger sind zu den kommenden Integrationswahlen wahlberechtigt.“ Ratingen sollte diese wirtschaftliche Chance auch im Interesse der Integration wahr nehmen, so die beiden Grünen.

Unseren Antrag finden Sie unten stehend.

Antrag  Kampagne Migrantenökonomie

Zu den Etatberatungen in der kommenden Sitzung des WfA beantragen wir:

Die Stadt Ratingen führt eine Kampagne zur Migranten-Ökonomie durch. Sie entwickelt eine aussagekräftige speziell auf Fragenstellungen von Migrantinnen und Migranten zur Existenzgründung abgestimmte Broschüre und bewirbt sie intensiv in der Öffentlichkeit. Zum Ende der Kampagne wird eine Abschlussveranstaltung angeboten. Ziel der Kampagne soll sein, auf Beratungs- und Förderangebote aufmerksam und Mut zu einer Unternehmensgründung zu machen.   Hierzu sind 5.000,00 Euro in den Haushalt ein zu stellen.

Begründung:

Weit über 10.000 Menschen mit Migrationshintergrund leben in Ratingen. Hier ruhen ungenutzte wirtschaftliche Potenziale, die auf zu rufen gilt. Die für die Migranten-Ökonomie typische Vielfalt der Impulse und Kräfte gilt es zu bündeln und zum Wohle der Menschen einzusetzen. Für die Migranten-Ökonomie ist Vielfalt Alltag – um wirtschaftlich zu überleben sind internationale Verknüpfungen auf lokaler Ebene üblich und die daraus wachsenden Vernetzungen schließlich auch gewinnbringend.

Als Unternehmer in Deutschland nehmen Migranten mittlerweile eine bedeutende Rolle ein: Mehr als 500.000 Unternehmen, mehr als 2 Millionen Arbeitsplätze, mehr als 100 Mrd. Euro Umsatz/Jahr – das sind Zahlen, die beeindrucken. Darüber hinaus erleichtern die bestehenden Kontakte in die Herkunftsländer die wirtschaftlichen Beziehungen.

Die seitens der Regionalagentur vor liegenden Informationen sind leider in sehr kleinem Rahmen gehalten. Es ist wünschenswert, die Kampagne möglichst in Kooperation mit den Kammern (HWK, IHK) sowie Sparkasse HRV, Migrantenorganisationen, der Regionalagentur sowie Gründungsnetzwerken auf zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Marius Vennemann
sachkundiger Bürger

Christian Otto
Ratsmitglied

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