Goldhamster in die Goldkuhle?

In der Sitzung des Bezirksausschusses Hösel/Eggerscheidt am Dienstag stimmte lediglich der Grüne Vertreter Marius Vennemann für die Realisierung von gefördertem Wohnraum auf dem Gelände der ehemaligen Goldkuhle, neu „Östlich Bahnhofstraße/Hugenpoeter Busch“ genannt. „Es sollte doch wohl möglich sein, bei derzeit 150 geplanten Wohneinheiten auf mehr als 24.000 m² Fläche eine gute Mischung an Wohnangeboten zu realisieren,“ sagt Marius Vennemann.

Die Grünen fordern die Schaffung von altersgerechtem, barrierefreiem und vor allem bezahlbarem Wohnraum. „Dazu gehören 30% gefördert,“ ergänzt Christian Otto, planungspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion, „es gilt, die Förderangebote des Landes zu nutzen.“ Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der derzeit republikweit diskutierten drohenden Altersarmut sehen die Ratinger Grünen hier dringendsten Handlungsbedarf. „Hier wird eine gute Chance voreilig vertan,“ sagt Christian Otto, „statt dessen betreiben die anderen Parteien eine Goldhamsterpolitik.“

Lediglich die Bürger-Union votierte für „günstigen Wohnraum“. Doch wie viel und was man sich darunter vorstellen sollte, konnte sie nicht sagen.

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