Warum soll in Homberg der einzige Schulbus Ratingens fahren?

Poehling_10 06 2012_10 28h

Hermann Pöhling

Hermann Pöhling, stellv. Fraktonsvorsitzender und Mitglied im Bezirksausschuss Homberg-Schwarzbach schreibt zum Thema:

Was immer der Rat beschließen mag: Der Schulbus wird eben nicht eingestellt! Das nach Anzahl der Einwohner eher kleine Homberg ist in der Fläche fast der größte Stadtteil Ratingens, da kommen halt weite Schulwege zustande, die einen Zubringerdienst erzwingen.

Wenn der Schulbus also sowieso fährt und die Querung der Landstraße immer gefährlicher wird, warum transportiert er dann nicht auch die Kinder, die jenseits der Landstraße wohnen? Diese Frage beantwortete der Rat seinerzeit so, dass er den freiwilligen Transport genehmigte. Dass der dann allerdings 35.000 Euro jährlich kostet, mithin rund 175 Euro pro Vormittag, für einen Bus, der die meiste Zeit samt Fahrerin sowieso vor der Schule wartet, konnte bislang niemand plausibel erklären. Vielleicht wäre ein niedrigerer Preis für den Unternehmer auch auskömmlich? Vielleicht könnte der Schulförderverein, könnten die Eltern einen finanziellen Beitrag leisten?

Freiwillige Leistungen können gestrichen werden. Das muss dann auch für Chöre gelten, für das Brauchtum, den Sport, die Kultur, die Vereine. Ob der Schulbus in Homberg gerade jetzt das geeignete Objekt ist, das wird von uns bezweifelt. Wenn demnächst die (ungeliebte) A44 zwischen Velbert und Heiligenhaus in Betrieb genommen wird, dann erhöht sich die Last auf der Landstraße erheblich, zumindest bis die Lücke nach Ratingen-Ost geschlossen ist. Wenn danach der Verkehr auf der L422 erheblich nachlässt, woran einige ja ernsthaft glauben, dann ist immer noch Zeit, über die Einstellung des freiwilligen Schulbusverkehrs nachzudenken.

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