Großes Interesse, volle Reihen und intensive Gespräche: Bündnis 90/DIE GRÜNEN Ratingen hatten am 5. Februar zur Filmvorführung von „JETZT. WOHIN. Meine Reise mit Robert Habeck“ eingeladen. Der Dokumentarfilm und die anschließenden Gespräche machten deutlich, wie sehr Fragen nach politischer Verantwortung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischem Engagement die Menschen auch in Ratingen bewegen.
Die Veranstaltung war bereits im Vorfeld ausgebucht, eine Warteliste zeugte vom hohen Interesse. Zu Beginn der Veranstaltung führten die beiden Sprecherinnen der Ratinger GRÜNEN, Irma Schweiger und Maisha Morgenroth, in den Abend ein. Beide betonten die Aktualität der im Film aufgeworfenen Fragen – auch auf kommunaler Ebene. „Der Film macht gleichzeitig sehr nachdenklich und motiviert doch weiterzumachen“, sagt Irma Schweiger. „Er erinnert daran, warum Aufgeben keine Option ist – und wie wichtig es ist, trotz Gegenwind Haltung zu zeigen und handlungsfähig zu bleiben.“
Polarisierung durch soziale Medien
Der Film von Lars Jessen wirft einen sehr persönlichen Blick hinter die Kulissen des Bundestagswahlkampfs 2025 von Robert Habeck und thematisiert dabei auch die Rolle von Medien und sozialen Netzwerken bei der Zuspitzung politischer Stimmungen. Viele der Besucher:innen verließen den Kinosaal sichtbar nachdenklich. Der Film hinterließ offene Fragen: Wie wird Politik heute gemacht – und wahrgenommen? Wie gehen Demokrat:innen mit zunehmender Polarisierung und persönlichen Angriffen um? Und was bedeutet das konkret für die Arbeit vor Ort, wenn politische Stimmungen auf anderen Ebenen und von anderen Akteuren geprägt werden?
Diese Fragen wurden im Anschluss in einer offenen Runde zunächst im Kino und später im Bürgerhaus intensiv weiterdiskutiert. Dort verstärkte sich bei vielen das Gefühl von Gemeinschaft, Motivation und gegenseitiger Unterstützung.
„Gerade diese Gespräche zeigen, wie viel Kraft in einer engagierten Zivilgesellschaft steckt“, erklärte Maisha Morgenroth. „Wir wollen in Ratingen nah an den Bürger:innen sein und politische Bewegung von unten nach oben ermöglichen. Im neuen Vorstand haben wir uns vorgenommen, die Themen, die uns bewegen, noch sichtbarer zu machen – und gemeinschaftlich mit daran zu arbeiten, mit Menschen, die etwas verändern wollen.“
Zusammenhalt statt Rückzug
Der Abend habe deutlich gemacht, dass politische Verantwortung nicht nur eine Frage von Ämtern sei, sondern alle betreffe – auch und gerade im kommunalen Raum.
„Wenn der Ton rauer wird und Haltung gefragt ist, dürfen wir uns nicht zurückziehen“, so Schweiger weiter. „Das gilt auch hier in Ratingen. Politik lebt vom Mitmachen – und von dem Mut, sich einzubringen. Klar ist auch: Es gibt keine einfachen Patentrezepte und wir Grünen werden deswegen auch nicht aufhören, komplexe Themen aufzugreifen – selbstbewusst und laut.“
Die GRÜNEN Ratingen zeigten sich dankbar für den offenen Austausch und die große Resonanz. Der Filmabend habe nicht nur zur Reflexion angeregt, sondern auch Hoffnung gegeben: durch das gemeinsame Erleben, durch Gespräche auf Augenhöhe und durch das Wissen, Teil einer engagierten Gemeinschaft zu sein, die sich weiterhin für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft einsetzt.