Grüne: Die Sonne aufs Dach – Anreize für Nutzung von Solarenergie schaffen

Der Anteil von Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie ist in den letzten Jahren in Ratingen gestiegen, aber das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft, wie dem Solarkataster des Kreises Mettmann zu entnehmen ist. Daher begrüßen die Grünen ausdrücklich Ratingens Teilnahme am „Wattbewerb Städtechallenge Photovoltaik“, bei dem es darum geht, welche Stadt zuerst ihren Bestand an PV-Leistung verdoppelt hat. 

„Wir haben den Mitteln für die Öffentlichkeitsarbeit gerne zugestimmt, aber wir sollten noch mehr tun,“ so Ratsfrau Edeltraud Bell, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion. „Die Stadt sollte finanzielle Anreize schaffen für die Bürger*innen, die sich die Sonne aufs Dach holen. „Das Programm zur Förderung von Dachbegrünung hat wunderbar funktioniert, daher sollte es auch eine Förderung von Photovoltaik und anderen technischen Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie geben.“
Da die Errichtung einer Photovoltaikanlage derzeit nicht vom Land NRW gefördert wird, haben bereits eine Reihe von Städten wie Münster, Aachen, Köln und Düsseldorf ein kommunales Förderprogramm eingeführt. 

Es sind verschiedene Modelle denkbar, um das private Engagement der Ratinger Bürger*innen für den Klimaschutz anzuerkennen. Es kann sich um einen Zuschuss handeln – Festbetrag oder prozentual – oder eine Prämie, wenn eine Photovoltaikanlage, eine Solarthermieanlage oder ein Batteriespeicher installiert wird. Außerdem sollten die fachliche Beratung, z.B. durch eine Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft, und die Unterstützung bei der Antragstellung verbessert und bezuschusst werden, wenn dafür Kosten entstehen.   

„Deshalb beantragen wir, dass die Verwaltung prüft, wie ein Konzept der Schaffung von finanziellen Anreizen für die Installation von Anlagen für solare Energie- und Wärmegewinnung auf privaten Gebäuden aussehen könnte,“ erläutert Christian Otto, Grüner Vorsitzender im Umwelt- und Klimaausschuss. „Für die Umsetzung sollen 50.000 € in den Haushalt eingestellt werden.“

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