Sportturnier in Ratingen-West

Integration durch Sport. Am Samstag, den 13.06.2015 war es dann so weit. In der Doppelsporthalle an der Gothaer Straße kämpften Jugendliche aus Ratingen aller Herren Länder – darunter viele Flüchtlinge – beim Fußball und Volleyball ausschließlich um die Ehre und mit fairen Mitteln.
Unter der Schirmherrschaft der Caritas und auf Anregung und unter großem persönlichen Einsatz des Ratinger Grünen Bulut Ayhan in Eigeninitiative nahmen ca. 80 junge Menschen an einem Sportturnier teil. Die Aktion blieb nicht auf einen Tag beschränkt. Bereits vor Monaten trafen sich einzelne Gruppen und begannen, gemeinsam zu trainieren. Und zwar bunt gemischt, Nationalität, Mädchen oder Junge spielte keine Rolle.

Darin bestand der eigentliche Gewinn im Sinne der Integration. Besonders Jugendliche, die schon aus der Schulpflicht heraus sind, aber wegen fehlender Sprachkenntnisse keine Arbeitserlaubnis oder Arbeitsmöglichkeit haben, fallen aus dem System. Für sie gibt es keine angemessenen Angebote und die Gefahr ist groß, dass sie entweder resignieren und depressiv angesichts erzwungener Tatenlosigkeit werden oder auf noch andere Gedanken kommen.

Bulut Ayhan brachte die Aktion als Vorschlag ein, die Caritas griff den Gedanken sofort auf und half bei der Realisierung. Die Grüne Jugend im Kreis Mettmann war schnell mit ins Boot geholt. Die Caritas beabsichtigt, diese Form der Flüchtlingshilfe auf Grund der großen positiven Resonanz im Kreis zu wiederholen. Der Kreisvorstand der Grünen Andreas Kanschat sagte spontan seine Unterstützung auch für die Weiterführung zugesagt.

Frauenpower gab es auch beim Sportfest: Ein Handzeichen einer zierlichen Schiedsrichterin genügte und zehn „Wilde Kerle“ reagierten prompt und widerspruchslos.

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