Klimaschutz in Ratingen: Lustlos, kraftlos, erfolglos!

Hermann Pöhling - stellvertretender Fraktionsvorsitzender

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung

Vor 18 Jahren wurde Ratingen Mitglied im Klima-Bündnis europäischer Städte. Die Stadt verpflichtete sich, den Ausstoß von CO2 bis 2010 auf die Hälfte zu reduzieren. „Diesem Ziel sind wir nicht einen Deut näher gekommen“, so Felix Gorris, umweltpolitischer Sprecher und Ratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Im Gegenteil stelle der Klimaschutzbericht für 2010 sogar einen Anstieg der gesamten CO2 Emissionen um 3 % gegenüber 1992 fest und dokumentiere damit „Reduktionsziele werden weit verfehlt“.

Gorris: „Dass wir hier nicht voran kommen, ist Teilen der Politik in Ratingen geschuldet. So wurde die Aufstellung von Windenergieanlagen hintertrieben. Der Einsatz von LED-Lampen in der Straßenbeleuchtung, Eröffnung einer unabhängigen Energieberatung, verkehrsreduzierende Mobilitätskonzepte oder ein kommunales Energiemanagement wurden nicht in Angriff genommen oder sind über den Planungsstatus noch nicht hinaus.“

 

Hermann Pöhling, Vorsitzender des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses, in dem der Klimaschutzbericht am Dienstag beraten werden soll, weist darauf hin, dass 2011 gemeinsam mit den Stadtwerken und der Sparkasse eine Bürgerenergie-Genossenschaft gegründet wurde, die Bürgern zukünftig die Förderung von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern ermöglicht. „Die Stadt könnte noch viel mehr tun und im Klimaschutz mutigen Schrittes voran gehen, indem sie z.B. für ihren Eigenbedarf nur Ökostrom einkauft“, so Pöhling. Denn für die gestiegenen CO2 Werte sei laut Klimaschutzbericht vor allem der gegenüber 1992 um 30 % gestiegene Stromverbrauch verantwortlich.

 

Immerhin beabsichtigt Ratingen die Teilnahme am European Energy Award und verfolgt damit eine Optimierung der kommunalen Energiearbeit. Auch ist eine Zusammenarbeit mit der chinesischen Partnerstadt Wuxi/Huishan im Projekt „Low Carbon Futur Cities“ geplant. Ob dies in Sachen Klimaschutz eine Kehrtwende bringt, bleibt für die Grünen jedoch abzuwarten. „Ratingen ist aufgefordert, sich endlich für eine lebbare Zukunft seiner Kinder einzusetzen. Klimaschutz muss dabei die notwendige Priorität eingeräumt werden.

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