Antrag zur Vorlage 211/2015 Sportentwicklungsplanung

Die Grüne Fraktion Ratingen spricht sich ausdrücklich für den Bau von gefördertem Wohnraum in Ratingen aus. Mit Vorlage 211/2015 (als .pdf) legt die Verwaltung den Abschlussbericht zum Sportentwicklungsplan mit einem Beschluss vor. Dieser betrifft insbesondere zwei unterschiedlich genutzte Sportplätze, deren Flächen nach dem Beschlussvorschlag nur zum Teil geförderter Wohnbebauung dienen sollen.

Nachfolgend der Antrag im Wortlaut.

Wir beantragen, den Beschlussvorschlag wie folgt zu ändern:

Lfd. Nr. 3
Die Sportfreianlage Talstraße wird in eine Schulsportanlage zurückgebaut; die Planungen, Kostenberechnungen und die Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel werden in einer gesonderten Vorlage dargestellt. Die Restfläche wird einer Wohnbebauung zugeführt. Die Erlöse aus der Vermarktung der Restfläche werden zur Refinanzierung der Schulsportanlage herangezogen.

Änderung Lfd. Nr. 3 soll lauten:
Die Sportfreianlage Talstraße wird in eine Schulsportanlage mit Öffnung für die Allgemeinheit zurückgebaut. Die Restfläche wird einer Wohnbebauung zugeführt.

Lfd. Nr. 4
Die Sportfreianlage Auf der Aue wird aufgegeben. Die Verwaltung wird beauftragt, in einer ergänzenden Vorlage Vorschläge zur Überplanung des Geländes mit dem Ziel der Errichtung von Einrichtungen des Schulsports für die benachbarten Grundschulen sowie für Wohnbebauung mit hochwertigen Einfamilienhäusern auf der Restfläche zu unterbreiten.

Änderung Lfd. Nr. 4:
Die Formulierung „mit hochwertigen Einfamilienhäusern“ wird gestrichen.

Begründung:
Nach unserer Auffassung sollte die Vorlage ausschließlich einer Beschlussfassung über die Sportentwicklungsplanung dienen. Die von uns entfernten Festlegungen gehören in die Vorlagen, die die Bebauungen der Sportfreianlagen Talstraße und Auf der Aue konkretisieren.
Anders als in Vorlagen beispielsweise zur Innenstadtentwicklung verzichtet der Beschlussvorschlag der Verwaltung darauf, den Abschlussbericht zur Sportentwicklungsplanung als verbindliche Entwicklungsplanung festzulegen. Das ist zum gegebenen Zeitpunkt richtig und veranlasst uns, das Entstehen der Planung zu reflektieren und auf Mängel hinzuweisen.

Die Planungsgruppe war eben nicht – wie behauptet – breit und heterogen zusammengesetzt, mithin weder ein Spiegelbild der Ratinger Gesellschaft noch der Ratinger Sporttreibenden. Deshalb stellt der Abschlussbericht im Wesentlichen dar, wie der Ratinger organisierte Sport die Entwicklung sieht und wünscht – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Unterrepräsentiert in der Planungsgruppe war der nicht organisierte, spontane Sport. Dessen Bedarfe wurden zwar angedeutet, aber kamen nach unserer Auffassung in den Handlungsempfehlungen zu kurz.

Wie die Vorlage 137/2016 mit der Neufassung über die Nutzung der städtischen Sportanlagen (ORS 550) zeigt, will die Verwaltung dem nicht organisierten Sport  nicht etwa mehr, sondern noch weniger Raum zur Betätigung bieten. Dazu werden wir uns an anderer Stelle konkret positionieren.

Wir stellen abschließend fest, dass der Abschlussbericht Ziele der möglichen Sportentwicklung in Ratingen gut darstellt, sich gleichwohl konkurrierenden Zielen stellen muss. Dabei denken wir vor allem an geförderten Wohnungsbau.

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