Antrag (StUKKMA): Sachstand zu Störungen im Betriebsablauf der S6

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

für die nächste Sitzung des StUKKMA am 16.06.2026 und Folgeausschüsse beantragt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Aufnahme des Tagesordnungspunktes

Sachstandsbericht zu Störungen im Betriebsablauf der S-Bahn S6

und beantragen:

Die Stadtverwaltung möge bei der DB Regio und dem VRR dringend einen Sachstandsbericht zu den nach der Wiederfreigabe der S-Bahn-Strecke Düsseldorf-Haupt-bahnhof via Ratingen bis Essen-Hauptbahnhof anhaltend auftretenden massiven Störungen im Betriebsablauf anfordern.

Dieser Sachstandsbericht sollte persönlich in einem Ausschuss oder im Rat der Stadt Ratingen noch vor der Sommerpause 2026 erfolgen und auch detaillierte Zahlen zur Verspätungsquote und den Ausfallzeiten der S6 seit Dezember 2025 enthalten.

Begründung:
Groß war die Freude nach der Wiedereröffnung der S-Bahn-Strecke zwischen Ratingen-Ost und Essen-Hauptbahnhof im Dezember 2025. Doch diese hielt nicht lang. In den ersten Wochen kam es immer wieder zu Betriebsstörungen und Verspätungen, was die Fahrgäste der S6 noch mit Geduld und Verständnis wegen der erfolgten großen Umbauten an der Strecke hinnahmen.

Doch diese Betriebsstörungen halten an und werden in den letzten Wochen immer schlimmer. Täglich kommt es zu Verspätungen; man kann sogar sagen, dass niemand mehr erwartet, dass die S-Bahn nach Plan fährt. Es kommt immer wieder zu stundenlangen Totalausfällen und dem Einsatz des Schienenersatzverkehrs. Fahrten zur Arbeit, Schule oder um den Fernverkehr in zum Beispiel Essen oder Düsseldorf-Hauptbahnhof zu erreichen, sind nicht mehr sicher planbar. Der Frust der Nutzer ist groß und motiviert nicht zur Nutzung des SPNV.

Die tagesaktuelle Kommunikation der DB Regio via elektronischer Anzeigen an den Bahnhöfen, im Internet und in den Apps ist katastrophal und nicht miteinander abgestimmt.

Besonders ärgerlich sind die von der DB Regio angegebenen Gründe für die Ausfälle, die meistens mit Stellwerksproblemen, Oberleitungsschäden oder Verzögerung im Betriebsablauf begründet werden. Die Pendler:innen hatten nach der fast zweijährigen Sperrung der Strecke und der Erneuerung der Gleise zwischen Essen und Ratingen auf einen halbwegs reibungslosen Betriebsablauf gehofft.

Nun hat die DB Regio auch noch massive Sperrzeiten in den Jahren 2027 und 2028 wegen der Sanierung einiger Bahnhöfe auf Essener Stadtgebiet auf der Route der S6 angekündigt.

Dies alles ist für die Nutzer:innen der S6 nicht mehr akzeptabel, und wir erbitten dringend einen Sachstandsbericht und Lösungsansätze der DB Regio im Ratinger Stadtrat.

Nachfolgend einige beispielhafte Pressemeldungen zum Thema. Dazu der Hinweis, dass der Pendlerfrust besonders in den hundertfachen Beiträgen/Kommentaren auf den bekannten Social-Media-Plattformen eindrucksvoll zu erleben ist.

https://rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/ratingen-s6-faellt-immer-wieder-aus_aid-142615757

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/verkehr/s6-zwischen-duesseldorf-und-essen-was-pendler-zu-den-stoerungen-wissen-muessen_aid-142908619

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/s6-zwischen-duesseldorf-und-essen-teilausfa-elle_aid-144458559

https://www.waz.de/lokales/essen/article411457985/s6-in-essen-kettwig-evakuiert-feuer-wehr-hilft-mit-drehleiter.html

https://www.waz.de/lokales/essen/article411157314/die-s6-und-ich-beziehungsstatus-es-ist-kompliziert.html

Mit freundlichen Grüßen

Ute Meier, Fraktionsvorsitzende

Jörn-Eric Morgenroth, Ratsmitglied