Grüne: Stadtwerke in Bürgerhand!

„Wir wollen Energiepolitik in Ratingen ohne RWE-Einfluss entscheiden,“ sagten die Grünen vor der Kommunalwahl 2014. Jetzt bietet sich möglicherweise die Gelegenheit dazu. Die EU erlaubte soeben die Zerschlagung von Innogy durch Eon und RWE, d.h. die beiden Energieriesen dürfen die RWE-Tochter Innogy unter sich aufteilen. Ratingen ist direkt betroffen, denn Innogy ist mit 24,77% an den Ratinger Stadtwerken beteiligt. Deshalb beantragt die grüne Fraktion erneut für die Sitzungen von Hauptausschuss und Rat einen Bericht zu den Folgen für die Stadtwerke.

Fraktionsvorsitzender Hermann Pöhling sagt: „Wir gehen davon aus, dass damals beim Teilverkauf der Stadtwerke die für solche Fälle übliche Rückkaufvereinbarung getroffen wurde. Diese sog. Change-of-Control-Klausel müsste regeln, was bei einem Weiterverkauf passieren kann.“ Die Grünen wollen den Rückkauf des genannten Anteils durch die Stadt voran treiben. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen seien geradezu optimal: hohe Liquidität in der Stadtkasse, niedrige Kreditzinsen bei Fremdfinanzierung! Susanne Stocks, Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke, sagt: „Wenn die Rekommunalisierung zustande kommt, werden wir beantragen, den Anteil ganz oder teilweise über die Bürgerenergie-Genossenschaft der Ratinger Bevölkerung zur Beteiligung anzubieten.“


Foto: Hermann Pöhling

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