Antrag (StUKKMA etc.): Parkplatz mit PV-Überdachung

Antrag zu TOP 9 „Städtebaulich/freiräumliche Entwicklung für das Schulzentrum Lintorf einschließlich dortiger Sporthallen“ (Vorlage 36/2026)
Beratungsfolge: StUKKMA, Schul- und Sportausschuss, HAFA, Rat

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

für die heutige Sitzung des StUKKMA und Folgeausschüsse stellen wir folgenden Antrag zu TOP 9 „Städtebaulich/freiräumliche Entwicklung für das Schulzentrum Lintorf einschließlich dortiger Sporthallen“ (Vorlage 36/2026)

Neuer Parkplatz mit Photovoltaik-Überdachung

Unsere Fraktion begrüßt die von der Verwaltung in der Vorzugsvariante vorgeschlagene Entwicklung des Schulzentrums Lintorf bezüglich des Sporthallenneubaus sowie des Freiraums (Multifunktionssportfeld, grüner Schulhof, Gehölzsaum, Wegeverbindung). Wir sehen auch die Notwendigkeit des Umbaus des vorhandenen Parkplatzes (White-Bear-Lake-Platz) und des Neubaus eines neuen Parkplatzes außerhalb des Schulgeländes.

Wir halten diesen Standort für geeignet, da nicht anderweitig nutzbar aufgrund der querenden Hochspannungstrassen. Allerdings findet hier eine Versiegelung der Fläche statt, der durch die Ausführung als Photovoltaik-Parkplatz ein ökologischer Mehrwert entgegengesetzt würde.

Die Stellplätze werden überdacht mit aufgeständerten PV-Modulen, die Strom erzeugen, welcher vor Ort in Ladestationen für E-Autos genutzt werden und ansonsten ins Netz eingespeist werden kann. Die Überdachung spendet im Sommer Schatten für Menschen und Fahrzeuge und dient als Witterungsschutz bei Regen und Schnee.

Um einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten, hat das Land NRW in der Landesbauordnung eine Solarpflicht für Neubauten und seit 2022 auch für gewerblich genutzte Parkplätze ab 35 Stellplätzen ausgesprochen.

Der geplante Parkplatz erfüllt die Voraussetzung, was die Anzahl der Stellplätze angeht, ist allerdings öffentlich. Es würde sich hier um eine freiwillige Maßnahme der Stadt Ratingen handeln; andere Kommunen wie Mönchengladbach sind diesen Weg schon gegangen. Ratingen wäre mit diesem Projekt ein Vorreiter in der Region und würde ein sichtbares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung leisten.

Vor dem Hintergrund der geplanten 1,2 Millionen Euro, die der neue Parkplatz kosten soll, halten wir die Mehrkosten von geschätzten 100.000 Euro für tragbar. Diese werden sich aufgrund der Eigennutzung und der Netzentgelte im Laufe der Jahre amortisieren.

Antrag:
Die Verwaltung möge prüfen, ob der geplante Parkplatz als PV-Parkplatz ausgeführt werden kann, und eine Kostenschätzung unter Beachtung der Fördermöglichkeiten durchführen.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Meier, Fraktionsvorsitzende

Edeltraud Bell, Ratsmitglied