Die Eisheiligen sind vorbei, es wird wärmer – und für alle, die sich an einem Nutzgarten erfreuen, gibt es kein Halten mehr: Bohnen, Erbsen und Möhren werden gesät, Tomaten, Gurken und Zucchini gepflanzt und vielleicht ist da noch ein Plätzchen für Salat und Kohlrabi.
Auch die kleinen Gärtnerinnen und Gärtner in den Kitas und Schulen haben Lust, Gemüsebeete anzulegen und Kräuter und Stauden zu pflanzen und zu pflegen. Blumen sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten Insekten auch ein reiches Nahrungsangebot. Schulgärten als grünes Klassenzimmer stellen ein wichtiges umweltpädagogisches Angebot für alle Kinder dar – besonders für diejenigen, die zu Hause keinen Garten haben.
Dafür braucht es das Engagement von Lehrerinnen und Lehrer und finanzielle Mittel. Daher war die grüne Ratsfraktion in Ratingen beunruhigt, als sie im Haushaltsentwurf entdeckte, dass für die Jahre 2026 und 2027 keine Gelder mehr für die Schulgärten an Grundschulen zur Verfügung standen. 2025 waren noch 10.000 Euro eingestellt worden.
„Und wir waren auch erstaunt, dass für die weiterführenden Schulen bisher gar keine Mittel im Haushalt eingeplant waren, obwohl auch hier Interesse besteht, wie die Acker-AG am Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium zeigt“, führt die grüne umweltpolitische Sprecherin Edeltraud Bell aus.
Daher hatten die GRÜNEN eine Ansatzwiederholung aus dem Jahr 2025 in Höhe von 10.000 Euro für die Jahre 2026 und 2027 beantragt sowie für die weiterführenden Schulen ebenfalls die Einstellung von 10.000 Euro je Haushaltsjahr. „Diese Mittel wurden einstimmig im Rat beschlossen und stehen jetzt im Haushalt zur Verfügung“, freut sich Ute Meier, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, und fährt fort: „Jede Schule kann sich formlos an das Schulamt wenden und Mittel für die Anlage und Pflege ihres Schulgartens beantragen.“
Wichtig sei, dass die Verwaltung die Schulen über diese Möglichkeit informiere, damit die Mittel auch abgerufen würden.