Antrag: Schul- und KITA-Verpflegung aus regionalem und ökologischem Anbau

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt für den Jugendhilfe-, Schulausschuss und dem Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit sowie nachfolgenden Gremien den Tagesordnungspunkt

Schul- und KITA-Verpflegung aus regionalem und ökologischem Anbau

mit folgendem Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung möge in einer Vorlage darstellen, inwieweit ein einheitliches Verfahren implementiert werden kann, um die Verpflegung im offenen Ganztag sowie in den städtischen Kindertagesstätten auf regionale und ökologisch erzeugte Produkte aus zertifiziertem Bio-Anbau umzustellen.

Begründung:
Mit einer Neuausrichtung der Verpflegung könnte die Stadt Ratingen einen Meilenstein für eine nachhaltige kommunale Verpflegungsstrategie setzen. Stadtverwaltung und Schulträger stehen in der Verantwortung für eine gesunde und nachhaltige Ernährung der Schülerinnen und Schüler unserer Stadt. Darüber hinaus können wir als Kommune unseren Beitrag zu mehr Umwelt- und Klimaschutz leisten.
Der Öko-Landbau ist besonders ressourcenschonend und umweltverträglich. Bio-Lebensmittel könnten eine wichtige Zutat zu einem nachhaltigen Schulessen und zum Fundament für eine nachhaltige kommunale Verpflegungsstrategie werden. Bio-Essen auf Speiseplänen muss nicht teurer sein. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, wie z.B. der Mensaverein der Städtischen Erich-Fried-Gesamtschule in Wuppertal-Ronsdorf, wo bereits 80 Prozent der dort eingesetzten Lebensmittel Bio-Qualität haben.

Wir möchten hier auch auf die Initiative BioBitte hinweisen:
https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/bio-bitte.html
Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort will die bundesweite Initiative „BioBitte – Mehr Bio in öffentlichen Küchen“ dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Anfang 2020 startete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Informationsoffensive als Maßnahme der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau. BioBitte bietet hierbei mit Impulsvorträgen, Diskussionsrunden und Workshops auf die jeweiligen Herausforderungen vor Ort zugeschnittene Informationen und Hilfestellungen
Darüber hinaus stellt BioBitte Handlungshilfen bereit, um die Umstellung auf mehr Bio-Lebensmittel zu erleichtern. Entscheidungsbefugte, Mitarbeitende in Vergabestellen und in den Verzehreinrichtungen finden unter www.bio-bitte.info Hintergrundwissen zu Themen wie „Argumente für Bio-Lebensmittel“, „Einsatzmöglichkeiten für Bio-Lebensmittel“ und „Einkauf von Bio-Lebensmitteln“ sowie wertvolle Informationen für die Praxis. Städte- und Küchenstorys sowie Beispiele guter Praxis stellen öffentliche Küchen vor, die erfolgreich den Bio-Anteil in ihrem Angebot erhöht haben.

Ute Meier, Stellv. Fraktionsvorsitzende
Barbara Esser, Ratsmitglied

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